Fäuste, freche Sprüche und ein Sixpack mit Showeffekt
Videospiel-Kult, kompromisslose Action und eine ordentliche Portion Selbstironie: Mit STREET FIGHTER kehrt eine der bekanntesten Fighting-Game-Reihen der Popkultur auf die große Leinwand zurück.

Dabei setzt die Neuverfilmung nicht allein auf spektakuläre Kampfszenen, sondern auch auf schrägen Humor, überzeichnete Charaktere und prominente Gesichter, die dem Arcade-Klassiker einen neuen Anstrich verleihen.
Angesiedelt im Jahr 1993, führt die Geschichte die entfremdeten Kämpfer Ryu (Andrew Koji) und Ken Masters (Noah Centineo) zurück in den Ring. Chun-Li (Callina Liang) rekrutiert die beiden für das World Warrior Tournament. Doch hinter dem brutalen Wettbewerb steckt eine gefährliche Verschwörung, die alte Konflikte neu entfacht und die Kämpfer zwingt, sich nicht nur ihren Gegnern, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Regie führt Kitao Sakurai. Besonders witzig sind die musikalischen Untermalungen seit Beginn des Films.
50 Cent: Zwischen Knock-out und Comedy-Moment

Der Rapper und Schauspieler bringt eine Figur auf die Leinwand, deren imposante Erscheinung perfekt in die überzeichnete Welt des Videospielklassikers passt. Doch gerade bei STREET FIGHTER darf es neben harten Schlägen auch eine Prise Absurdität sein.
Der Humor lebt vom Kontrast zwischen kompromisslosen Kämpfern und einer Inszenierung, die ihre eigene Übertreibung durchaus kennt. Für den Film entstand eine alternative Version von Tupacs Klassiker „Ambitionz Az a Ridah“ mit dem Titel „Ambitionz Az a Fighta“. 50 Cent erklärte, dass er eine eigene Version des Songs für den Film geschrieben habe. Damit wird aus einem ikonischen Hip-Hop-Track ein musikalischer Gruß an die Welt der Straßenkämpfer.
Musik-Highlight: Leo Birenberg und Zach Robinson bringen den Arcade-Sound ins Kino
Musikalisch setzen Leo Birenberg und Zach Robinson einen markanten Akzent. Das US-amerikanische Komponistenduo ist unter anderem durch die Netflix-Serie Cobra Kai bekannt und verbindet auch bei STREET FIGHTER moderne Filmmusik mit dem Wiedererkennungswert einer legendären Vorlage.
Besonders spannend ist ihre Neuinterpretation von „Guile’s Theme“, einer der bekanntesten Melodien aus Street Fighter II von 1991. Für den Kinofilm erhält das Stück eine kraftvollere, filmische Gestalt: treibende Gitarren und orchestrale Elemente verleihen dem vertrauten Thema zusätzliche Dynamik. Die Komponisten führen damit die akustische Erinnerung an die Spielhalle in eine größere Klangwelt über.
Kult trifft Gegenwart
Mit Jason Momoa als Blanka, Cody Rhodes als Guile, David Dastmalchian als M. Bison und einem prominent besetzten Ensemble setzt STREET FIGHTER auf große Figuren, starke Bilder und den Wiedererkennungswert seiner Vorlage.
Die Mischung aus Kampfkunst, Popkultur und Humor soll die vertraute Spielwelt nicht einfach kopieren, sondern sie mit einer eigenen, bewusst überzeichneten Tonalität auf die Leinwand bringen. Gerade die komischen Momente können dabei für jene Überraschungen sorgen, die man zwischen den nächsten Roundhouse-Kicks und spektakulären Spezialattacken nicht unbedingt erwartet.
STREET FIGHTER verspricht damit ein energiegeladenes Wiedersehen mit bekannten Figuren – laut, bunt, musikalisch aufgeladen und mit genügend Selbstironie, um auch einmal über die eigene Kultlegende zu lachen.
Kinostart in Deutschland: 15. Oktober 2026.
Zwischen Helikopter-Action, frechen Sprüchen und Sixpack-Show
Dass STREET FIGHTER sich selbst nicht immer allzu ernst nimmt, zeigen besonders die Momente, in denen der Film seine knallharte Action mit herrlich überdrehtem Humor kontert. Eine der unterhaltsamsten Szenen spielt sich rund um einen Helikopter ab: Eine Frau stellt mit der provokanten Frage „Wer ist hier die Bitch?“ die Männer kurzerhand bloß – und lässt den frechen Spruch direkt Taten folgen. Während die Gegenspieler reihenweise zu Boden gehen, kippt die Situation von bedrohlicher Action in eine wunderbar respektlose Machtdemonstration. Hier wird nicht lange diskutiert, hier werden Ansagen gemacht!
Auch Ken Masters sorgt für einen Moment, der das Publikum schmunzeln lassen dürfte. Noah Centineo präsentiert als charismatischer Kämpfer seinen durchtrainierten Sixpack – und die Inszenierung spielt genüsslich mit dem klassischen Actionhelden-Klischee. Zwischen muskulöser Heldenpose und demonstrativem Selbstbewusstsein blitzt genau jene Überzeichnung auf, die STREET FIGHTER seinen augenzwinkernden Charme verleiht.
Diese Mischung aus kerniger Kampfkunst, frechen Dialogen und bewusst übertriebenen Figurenbildern passt zum wilden Charakter des Films. Und mit Curtis „50 Cent“ Jackson als Balrog bekommt das Ensemble zusätzlich eine prominente Hip-Hop-Persönlichkeit, die perfekt in diese Welt aus großen Egos, markanten Auftritten und spektakulären Showdowns passt. Der Film setzt damit nicht nur auf harte Treffer, sondern auch auf Unterhaltung mit einem Augenzwinkern.
Wenn harte Fäuste auf große Egos und schlagfertige Sprüche treffen, ist Unterhaltung vorprogrammiert.
Das Fazit von StyleMagazine Berlin: Hier fliegen nicht nur die Fäuste – auch die Pointen sitzen. STREET FIGHTER serviert Videospiel-Nostalgie mit Hip-Hop-Attitüde, martialischer Action und einer Prise Humor, die selbst zwischen zwei harten Treffern Platz findet.
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