– ein musikalisches Fest zwischen Tradition, Experiment und großer Emotion
Fotografiska Berlin wird zur Bühne musikalischer Vielfalt – und der OPUS KLASSIK feiert Künstlerinnen und Künstler, die den Klang der klassischen Musik neu denken.
Wer kennt sie nicht, die Techno Zeiten von früher aus Berlin, gepaart mit klassischer Musik im neuen Cover Look.
Eine Zeit wo Berlin ein Ort war des Feierns, des Lachens, des Entspannens.
2026 steht Berlin im Zeichen der modernen neumodischen Klassik:
Am 10. und 11. Oktober 2026 verwandelte das OPUS-KLASSIK-Wochenende die Hauptstadt in einen Treffpunkt für herausragende musikalische Leistungen, internationale Künstlerpersönlichkeiten und neue Klangwelten.
Zwischen dem atmosphärischen Ambiente der Fotografiska Berlin und der festlichen Eleganz des Konzerthauses Berlin zeigte sich, wie facettenreich klassische Musik heute sein kann. Im Mittelpunkt stand dabei eine Idee, die den Abend besonders prägte: „Klassik ohne Grenzen“.
Fotografiska Berlin: Wo musikalische Welten aufeinandertreffen
Den Auftakt bildete am Samstag, dem 10. Oktober, das OPUS-KLASSIK-Konzert im Fotografiska Berlin in der Oranienburger Straße. Der außergewöhnliche Kulturort bot den passenden Rahmen für ein Programm, das musikalische Tradition nicht als starres Regelwerk verstand, sondern als Einladung zur Entdeckung.
Mit dabei waren unter anderem die Sopranistin Katharina Konradi, der Pianist Kirill Richter, das vision string quartet, Cellist Simon Tetzlaff sowie das Wu Wei Trio, dessen Besetzung mit Sheng, Viola und Kontrabass ungewöhnliche Klangfarben versprach. Auch Sarah Willis und ihre Sarahbanda brachten ihre eigene musikalische Handschrift in das Programm ein.
Die Atmosphäre des Fotografiska, das Fotografie, Kunst und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet, unterstrich den Anspruch des Abends: Klassik darf überraschen, Grenzen verschieben und Menschen erreichen, die sich nicht ausschließlich im traditionellen Konzertsaal zu Hause fühlen.
Katharina Konradi: Eine Stimme mit Ausdruck und Eleganz
Die Sopranistin Katharina Konradi gehörte zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des OPUS-KLASSIK-Wochenendes. Mit ihrer Interpretation und ihrer besonderen Verbindung zur Liedkunst steht sie für eine Klassik, die nicht allein von technischer Brillanz lebt, sondern Geschichten erzählt und Emotionen unmittelbar erfahrbar macht.
Für ihre Einspielung Franz Liszt: Un Cycle Imaginaire wurde sie beim OPUS KLASSIK 2026 in der Kategorie „Solistische Einspielung Gesang des Jahres“ ausgezeichnet. Die Verbindung von Stimme und Klavier eröffnet dabei einen musikalischen Raum, in dem romantische Ausdruckskraft und differenzierte Interpretation aufeinandertreffen.
Auch bei der Gala im Konzerthaus Berlin war Konradi zu erleben: Gemeinsam mit Startenor Jonas Kaufmann eröffnete sie den Abend mit dem Duett „Tanzen möcht’ ich“ aus Emmerich Kálmáns Operette Die Csárdásfürstin.
Paul Smith und Daniel Heide: Die Kunst des musikalischen Dialogs
Ein besonderes Augenmerk verdient die Verbindung von Gesang, Klavier und Chormusik. Daniel Heide hat sich als einfühlsamer Liedpianist einen Namen gemacht und versteht es, Stimmen nicht lediglich zu begleiten, sondern musikalische Dialoge entstehen zu lassen.
Auch Paul Smith steht für die Verbindung von musikalischer Präzision und neuen Perspektiven auf das klassische Repertoire. Als Mitbegründer und künstlerischer Leiter von VOCES8 prägt er eine Chorkultur, die unterschiedliche musikalische Traditionen miteinander verbindet. Das preisgekrönte Album Revolutions von VOCES8 steht beispielhaft für diesen Anspruch und wurde beim OPUS KLASSIK in der Kategorie „Choreinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.
Ob im intimen Lied oder im vielstimmigen Chorklang: Entscheidend ist die Fähigkeit, musikalische Strukturen mit Leben zu füllen und das Publikum nicht nur hören, sondern auch fühlen zu lassen.
Von Vivaldi bis zu chinesischen Klangwelten
Wie weit sich die Welt der Klassik öffnen kann, zeigte auch der Blick auf unterschiedliche Instrumente und musikalische Kulturen. Antonio Vivaldis Kompositionen stehen bis heute für barocke Energie, rhythmische Klarheit und eine Musik, die unmittelbar in Bewegung versetzt. Ihre Lebendigkeit wirkt über Jahrhunderte hinweg und bildet einen spannenden Kontrast zu zeitgenössischen Klangexperimenten.
Einen besonderen kulturellen Akzent setzt die chinesische Mundorgel Sheng, die der Musiker Wu Wei international bekannt gemacht hat. Das traditionsreiche Instrument besitzt einen charakteristischen, beinahe schwebenden Klang und eröffnet Möglichkeiten, die sich deutlich von den vertrauten Klangbildern des europäischen Orchesters unterscheiden.
In der Begegnung mit Viola und Kontrabass entsteht daraus ein faszinierender Dialog zwischen musikalischen Traditionen. Solche Begegnungen machen deutlich, dass klassische Musik keine geografischen Grenzen kennen muss: Sie kann Einflüsse aufnehmen, neue Verbindungen schaffen und gerade dadurch ihre eigene Sprache erweitern.
Kirill Richter: Zeitgenössische Klangwelten mit eigener Handschrift
Der Pianist und Komponist Kirill Richter steht für eine zeitgenössische Musiksprache, die klassische Kompositionstechniken mit einer modernen, atmosphärischen Klangästhetik verbindet. Seine Musik entwickelt häufig einen beinahe filmischen Charakter: Wiederkehrende Motive, rhythmische Spannung und emotionale Verdichtung lassen Bilder im Kopf entstehen.
Damit verkörpert Richter eine Generation von Musikerinnen und Musikern, die das klassische Konzert nicht verlassen müssen, um neue Hörerinnen und Hörer zu gewinnen. Vielmehr erweitern sie den musikalischen Raum von innen heraus – mit Kompositionen, die zwischen Neoklassik, zeitgenössischer Musik und erzählerischer Klangkunst vermitteln.
vision string quartet: „Klassik ohne Grenzen“ als musikalisches Statement
- Daniel Stoll – Violin
- Florian Willeitner – Violin
- Sander Stuart – Viola
- Leonard Disselhorst – Cello
The Vision String Quartet has become one of the most innovative chamber ensembles of its generation. Their hallmark is performing entirely from memory, enabling greater freedom of movement and interaction on stage. They frequently cross genre boundaries, integrating classical works with their own compositions influenced by contemporary styles.
Ein zentraler Höhepunkt des OPUS KLASSIK 2026 war die Auszeichnung des vision string quartet für das Album in the fields in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.
Das Ensemble zeigt, wie wandelbar die Gattung Streichquartett sein kann. Klassische Formen treffen auf Einflüsse aus Jazz, Folk und weiteren zeitgenössischen Musikrichtungen. Dabei bleibt die kammermusikalische Präzision erhalten, während sich der Klangraum deutlich erweitert.
Die Auszeichnung würdigt nicht nur ein Album, sondern auch eine Haltung: Musik darf sich entwickeln, neugierig bleiben und Verbindungen eingehen, ohne ihre künstlerische Identität zu verlieren. Genau darin liegt die besondere Bedeutung der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.
Und natürlich darf bei aller musikalischen Ernsthaftigkeit auch der Humor nicht fehlen. Wenn ein Quartett mit Spielfreude, überraschenden Momenten und einer Prise Selbstironie auftritt, wird aus konzentriertem Zuhören ein gemeinsames Erlebnis. Schließlich muss klassische Musik nicht immer mit ernster Miene daherkommen – manchmal ist ein musikalisches Augenzwinkern genauso wirkungsvoll wie ein perfekt gesetzter Schlussakkord.
OPUS KLASSIK 2026: Auszeichnungen für musikalische Exzellenz
Am Sonntag, dem 11. Oktober, folgte im Konzerthaus Berlin die große Gala. Durch den Abend führte Désirée Nosbusch, begleitet wurde das Programm vom Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina.
Zu den ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern gehörten zahlreiche international renommierte Namen. Jonas Kaufmann erhielt gemeinsam mit Helmut Deutsch eine Auszeichnung für Doppelgänger in der Kategorie „Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres“. Lang Lang wurde für Piano Book 2 als „Bestseller des Jahres“ geehrt. Der Komponist Hans Zimmer und Aleksey Igudesman erhielten den Preis für die Filmmusik zur Serie Schwarzes Gold.
Martha Argerich wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Auch Nachwuchstalente und innovative Projekte fanden Beachtung: Alexander Malofeev und Shira Patchornik wurden als Nachwuchskünstler des Jahres gewürdigt. Der Nachhaltigkeitspreis ging an Gregor A. Mayrhofer für sein Recycling Concerto, bei dem Instrumente aus wiederverwerteten Materialien zum Einsatz kommen.
Die Auszeichnungen zeigen, dass der OPUS KLASSIK mehr als ein klassischer Preisabend ist. Er würdigt herausragende Interpretationen, außergewöhnliche Aufnahmen, musikalische Innovation und die Menschen, die sich für die Zukunft dieser Kunstform einsetzen.
Ein Abend, der nachklingt
Der OPUS KLASSIK 2026 hat Berlin einmal mehr als bedeutenden Ort der Musikkultur präsentiert. Vom experimentierfreudigen Konzert im Fotografiska bis zur festlichen Gala am Gendarmenmarkt spannte sich ein Bogen zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen europäischem Repertoire und internationalen Einflüssen.
Ob Franz Liszt, Vivaldi, zeitgenössische Klaviermusik oder die ungewöhnlichen Klangfarben der chinesischen Sheng: Die Vielfalt des Programms machte deutlich, dass klassische Musik kein abgeschlossenes Kapitel ist. Sie lebt von Interpretationen, Begegnungen und dem Mut, vertraute Grenzen zu hinterfragen.
„Klassik ohne Grenzen“ ist deshalb mehr als ein Motto. Es ist ein Versprechen an ein Publikum, das neugierig bleibt – und an eine Kunstform, die immer wieder neue Wege findet, Menschen zu berühren.
Stylemagazine Berlin – Kultur, die verbindet. Musik, die bewegt. Momente, die bleiben.
Klangwelten aus China: Die Sheng verzaubert mit jahrtausendealter Tradition
OPUS KLASSIK 2026 – Wenn chinesische Klangkunst auf die große Bühne der Klassik trifft
Berlin – Es sind die besonderen Klangmomente, die einen Konzertabend unvergesslich machen. Beim OPUS KLASSIK 2026 richtete sich der Blick auch auf ein außergewöhnliches Instrument aus China: die Sheng, eine traditionelle chinesische Mundorgel, deren Geschichte mehrere Jahrtausende zurückreicht.
Mit ihren zahlreichen Bambuspfeifen und ihrem unverwechselbaren Klang eröffnet die Sheng eine faszinierende musikalische Welt jenseits der vertrauten europäischen Klassik. Anders als viele Blasinstrumente kann sie sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen Töne erzeugen. Dadurch sind sogar Akkorde möglich, die dem Instrument seinen charakteristischen, schwebenden Klang verleihen.
Die Sheng steht für eine Musikkultur, in der Tradition und Innovation seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind. Ihr Klang erinnert an die Vielfalt asiatischer Musiktraditionen und zeigt zugleich, wie offen die klassische Musik für neue Perspektiven sein kann.
Klassik ohne Grenzen
Gerade bei einem Ereignis wie dem OPUS KLASSIK wird deutlich, dass klassische Musik weit mehr ist als ein festgelegtes Repertoire. Sie lebt von Begegnungen, kulturellem Austausch und Künstlern, die musikalische Grenzen hinterfragen. Die Sheng bringt diese Idee auf besondere Weise zum Ausdruck: Sie verbindet jahrtausendealte Handwerkskunst mit einer Klangsprache, die auch das heutige Publikum unmittelbar erreichen kann.
In einer Zeit, in der internationale Einflüsse die Kulturlandschaft zunehmend prägen, werden solche musikalischen Begegnungen zu einem Plädoyer für Offenheit und Neugier. Die Sheng ist dabei nicht nur ein Instrument, sondern auch ein Stück chinesischer Kulturgeschichte – und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie lebendig musikalisches Erbe bleiben kann.
STYLEMAGAZINE BERLIN – Kultur kennt keine Grenzen. Und manchmal genügt ein einziges Instrument, um eine ganze Welt zum Klingen zu bringen.
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